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17.12.2017

Veräußerung von Sanierungsobjekten

Erwirbt der Bauträger einen Altbau, um diesen zu sanieren und sodann zu veräußern, so ist in dem Bauträgervertrag neben der Darstellung der einzelnen Ausbauleistungen auch der Umfang der Untersuchungen darzustellen, die der Bauträger an der Altbausubstanz vor Aufnahme der Sanierung zu leisten hat.

Der Bauträger haftet für seine eigenen Bauleistungen dem Erwerber nach dem Sachmängelrecht fünf Jahre lang. Eine Gewährleistung für Güte und Bodenbeschaffenheit des Grundstücks und der alten Bausubstanz kann grundsätzlich ausgeschlossen werden. Damit später eine klare Grenze zwischen gewährleistungspflichtigen Bauleistungen des Bauträgers und gewährleistungsfreier Altsubstanz möglich ist, müssen die von dem Bauträger erbrachten einzelnen Leistungen auch beurkundet werden, wenn diese bereits zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses fertiggestellt sind.

Auch im Fall einer Altbausanierung muss für die Kaufpreisfälligkeit der Ratenplan nach der Makler- und Bauträgerverordnung eingehalten werden. Jedoch können die einzelnen Raten an den Sonderfall der Al-bausanierung angepasst werden. So ist es gerechtfertigt, die erste Kaufpreisrate von 30 % des Grundstücksanteils zu vereinbaren, wenn die allgemeinen Fälligkeitsvoraussetzungen beim Grundstückserwerb vorliegen. Die weiteren Raten können in Abhängigkeit von Art und Umfang der Sanierungsarbeiten abweichend bezeichnet oder zusammengefasst werden.

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