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17.12.2017

Der Ehevertrag bei Wiederverheiratung älterer Eheleute

Wird die Ehe erst im fortgeschrittenen Alter beider Ehepartner geschlossen, so liegt in der Regel das Interesse der Eheleute darin, den Lebensabend miteinander zu verbringen, ohne zugleich die Interessen ihrer jeweiligen Kinder und sonstiger Erben zu beeinträchtigen. Durch die Eheschließung sollen die vermögens- und erbrechtlichen Verhältnisse der Eheleute nicht in eine grundsätzlich neue Ordnung gebracht werden.

Oftmals sind beide Partner so versorgt, dass sie sich auch bei einem Scheitern der neuen Ehe wieder allein unterhalten könnten. Jeder will nur von seinen Kindern beerbt werden. Keiner will von dem anderen etwas erben.

Lediglich der Anteil des Erstverstorbenen an einem gemeinsam erworbenen Heim sowie der gemeinsame Hausrat soll dem überlebenden Partner zur Nutzung bis zu seinem Lebensende zustehen.

Dieser Interessenlage können folgende Regelungen gerecht werden:

a)Zum ehelichen Güterrecht
die Vereinbarung der Gütertrennung unter Ausschluss des gesetzlichen Zugewinnausgleichs

b)Zum Versorgungsausgleich
der vollständige Ausschluss des gesetzlichen Versorgungsausgleichs

c)Zum nachehelichen Unterhalt
der vollständige Ausschluss jedweder nachehelicher Unterhaltsansprüche

Dieser Vertrag sollte in jedem Fall auch mit einem Erbverzichtsvertrag bzw. einem Erbvertrag verbunden werden, da in aller Regel die gesetzliche Erbregelung nicht gewollt ist.

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