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17.12.2017

Güterstandswechsel

Der Güterstandswechsel hat verschiedene Erscheinungsformen:

a)Ein Wechsel von der Gütertrennung zum gesetzlichen Güterstand kommt insbesondere dann vor, wenn die ursprünglich für eine Gütertrennung vorgelegenen Gründe nunmehr im vorgerückten Alter der Eheleute nicht mehr bestehen. Durch diesen Güterstandswechsel kommt der überlebende Ehegatte insbesondere in den Genuss der Erbteilserhöhung nach § 1371 Abs. 1 BGB.

b)Der Wechsel von der Gütertrennung oder vom gesetzlichen Güterstand hin zur Gütergemeinschaft kommt dann vor, wenn ebenfalls nach längerer Ehezeit jetzt das einseitige Vermögen eines Ehegatten vergemeinschaftet werden soll, um den anderen Ehegatten zu versorgen.

c)Der Wechsel zur Gütertrennung kommt vor allem dann in Betracht, wenn im Vorfeld der Scheidung oder bei dauerndem Getrenntleben der gesetzliche Güterstand oder die Gütergemeinschaft beendet werden soll.

d)Die so genannte Güterstandsschaukel wird dazu eingesetzt, steuerliche Nachteile zu nutzen und/oder Pflichtteilsberechtigte auf ein weitestmögliches Minimum zu setzen. Hierbei wird der Güterstand geändert in der Absicht, nach Ablauf einer Schamfrist wieder in den vorherigen Güterstand zu wechseln. Obwohl die Güterstandsschaukel gerade in der Steuerberatung als ideales Mittel empfohlen wird, ist dennoch darauf hinzuweisen, dass die Finanzverwaltung und die Gerichte im konkreten Fall von einem Gestaltungsmissbrauch ausgehen könnten.

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