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17.12.2017

Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften sind

– die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
– die Aktiengesellschaft (Antragsgegner)

Seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes im Jahre 1999 ist es möglich, die europäische Form der GmbH, die Ltd. (Limited) zu gründen und auch das eigene Unternehmen in eine Ltd. zu verwandeln. Die Ltd. kann in Deutschland völlig rechts- und geschäftsfähig betrieben werden und – wie die GmbH – ins Handelsregister eingetragen werden.

Eine Sonderform der Kapitalgesellschaften ist die Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Die Gesellschaftsform einer Kapitalgesellschaft ist dadurch geprägt, dass für den Gesellschafter und seine Beitragsverpflichtung die Leistung einer grundsätzlich genau begrenzten Kapitalleistung im Vordergrund steht.

Kapitalgesellschaften werden durch ihre Geschäftsführer bzw. Vorstände vertreten. In Betracht kommen hierfür die Gesellschafter selbst, aber auch fremde Dritte.

Steuerrechtlich sind die Kapitalgesellschaften bei der Vererbung von Gesellschaftsanteilen und bei Übertragung von Gesellschaftsanteilen im Wege der vorweggenommenen Erbfolge gegenüber den Personengesellschaften benachteiligt, so dass es angezeigt sein kann, eine Kapitalgesellschaft vor ihrer Übertragung auf die Nachfolgegeneration zuvor in eine Personengesellschaft umzuwandeln.

Für die Gesellschaftsgründung ist folgendes Stammkapital erforderlich:

– bei der GmbH mindestens 25.000,– €
– bei der Aktiengesellschaft mindestens 50.000,– €
– bei der Ltd. 150,– €.

Das Vermögen der Gesellschaft stellt die Haftungsgrundlage für die Gläubiger der Gesellschaft dar, wobei eine persönliche Haftung der Gesellschafter grundsätzlich nicht in Betracht kommt.

Das bei einer Gesellschaftsgründung aufzubringende Stammkapital kann sowohl im Rahmen einer Bargründung als auch in einer Sachgründung oder auch kombiniert erfolgen.

Der Gesellschaftsvertrag einer GmbH kann sehr genau auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Gesellschafter abgestimmt werden, wohingegen die Regelungen für eine Aktiengesellschaft weitaus enger sind und strengere Formerfordernisse zu berücksichtigen sind.

Arbeitsrechtlich ist zu berücksichtigen, dass Kapitalgesellschaften den gesetzlichen Mitbestimmungsvorschriften unterliegen.

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